KYC im Finanzwesen
Die Verbindung von KYC und KYB mit der Finanzbranche
KYC – Know Your Customer (Kenne deinen Kunden)
KYB – Know Your Business (Kenne dein Unternehmen)
Der Bank-, Finanz- und verwandte Sektoren müssen äußerst detaillierte Kontrollen bei der Verifizierung neuer Kunden einrichten.
Risikomanagement und Betrugsprävention sind für diese Institutionen und Unternehmen unerlässlich, da sie häufig Ziel betrügerischer Praktiken sind.
Die öffentlichen Behörden haben Vorschriften erlassen, um die Sicherheit in diesem Sektor zu gewährleisten und sicherzustellen, dass die Kundenakquise diesen Standards entspricht. Das KYC-Verfahren (Know Your Customer – Kenne deinen Kunden) ist im Finanzsektor eine obligatorische Anforderung. Die Vorschriften und Compliance-Standards in diesem Bereich legen die Schritte genau fest, die z. B. zur Eröffnung eines Bankkontos online zu befolgen sind.
Durch KYC kann eine Person ein Konto eröffnen, investieren, Versicherungen verwalten oder jede andere finanzielle Transaktion von jedem digitalen Gerät aus durchführen, das mit einer Kamera und einer Internetverbindung ausgestattet ist. Dies kann von überall auf der Welt und zu jeder Tageszeit geschehen.
Wie unterstützt KYC das Unternehmenswachstum?
Selbst für physische Filialen verkürzt die Digitalisierung des Prozesses die Bearbeitungszeit von normalerweise drei Wochen auf weniger als drei Minuten – mit vollständiger Sicherheit und ohne Fehler. Darüber hinaus, wenn der KYC-Service auch eine Benutzerauthentifizierung für Plattformen bietet, wird die Agilität und Produktivität sowohl für Organisationen als auch für Nutzer erheblich gesteigert.


Rechtliche Interpretation in Bezug auf Vertrauensdienste, EU-Richtlinien und lokale Gesetze
Vertrauensdienste, einschließlich der elektronischen Identifizierung, spielen eine entscheidende Rolle im KYC-Prozess. Auf EU-Ebene regelt die eIDAS-Verordnung (Verordnung EU Nr. 910/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates) elektronische Vertrauensdienste und Identifizierung in der gesamten EU. Diese Verordnung schafft den rechtlichen Rahmen für qualifizierte Vertrauensdienste wie elektronische Signaturen, Siegel und Zeitstempel, die effektive und sichere KYC-Verfahren in der digitalen Welt ermöglichen.
In Polen wurden diese Vorschriften beispielsweise im Gesetz über Vertrauensdienste und elektronische Identifizierung (Gesetzblatt 2016, Punkt 1579) umgesetzt, das die Grundsätze für die Nutzung und Anerkennung von Vertrauensdiensten definiert und Standards für die digitale Authentifizierung sowie die Integration nationaler Systeme in europäische, auf eIDAS basierende Lösungen festlegt.
Dank dieser Vorschriften können Finanzinstitute digitale Lösungen für die Fernidentifikation von Kunden nutzen und dabei die Einhaltung der Vorschriften gewährleisten, was den Prozess der Online-Kontoeröffnung und anderer Finanzdienstleistungen vereinfacht. Die Automatisierung und der Einsatz qualifizierter Vertrauensdienste verringern das Fehlerrisiko, beschleunigen Verfahren und erhöhen die Transaktionssicherheit, was im Kampf gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung (in Übereinstimmung mit der AMLD-Richtlinie – EU-Richtlinie zur Bekämpfung von Geldwäsche) von entscheidender Bedeutung ist.
Letztlich erfordern polnische und europäische Vorschriften von Finanzinstituten die Anwendung fortschrittlicher Identifizierungsmaßnahmen gemäß dem „Know Your Customer“-Prinzip (KYC), das nicht nur bei der Betrugsbekämpfung hilft, sondern auch die Servicequalität und Zugänglichkeit für Kunden verbessert.
Fordern Sie eine kostenlose KYC-/KYB-Beratung für Ihr Unternehmen an: roman.zurowski@unistyle.pl
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